DO28 History
Die
zweimotorige Do 28D Skyservant wurde nach dem großen Erfolg der
einmotorigen Do 27 und der in geringer Stückzahl aus der Do 27
entwickelten zweimotorigen Do 28 A als völlig neues Flugzeug 1965
entwickelt. Im Gegensatz zur aus Komponenten der Do 27 abgeleiteten Do
28 A verfügte diese Neukonstruktion über einen geräumigeren
Kastenrumpf und stärkere Kolbentriebwerke. Die Do 28 D Skyservant
wurde konzipiert, um daß bis dato noch nicht besetzte Segment eines
leichten und kurzstartfähigen Transport- und Verbindungsflugzeuges zu
besetzen. Aufgrund der damaligen politischen Situation wurde vor allem
Afrika als Absatzmarkt angepeilt. Hieraus ergaben sich als Anforderung
die bis heute geltende technische Zuverlässigkeit und Robustheit in
Verbindung mit der Fähigkeit auch von kurzen, unbefestigten Pisten aus
zu operieren.
Der
Erstflug des Prototyps V1 der Skyservant wurde erfolgreich am 23.02.
1966 vom Dornier Werksflugplatz in Oberpfaffenhofen durchgeführt. Der
Anlauf der Exportlieferungen erfolgte 1968, wobei die damalige
Regierung aufgrund der vorherrschenden politischen Situation
einschneidende Beschränkungen für den Export technologischer Güter in
Entwicklungs- und potentielle Krisenländer verhängte.
Für
die Vermarktung der Do 28 D Skyservant bedeutete diese Entscheidung den
Verlust der Hauptabsatzmärkte vor allem in Afrika. Um den Verlust zu
begrenzen, wurde die Version D1 zur stärkeren Version D2
weiterentwickelt und dem Verteidigungsministerium als leichte
Transport- und Verbindungsmaschine angeboten. Die um 300kg im Vergleich
zur Version D1 gesteigerte Nutzlast von 1.250kg der Version führte
zusammen mit den positiven Eigenschaften der Skyservant zur Einführung
bei der Bundeswehr. Bis 1974 wurden insgesamt 124 Exemplare der Version
D2 an Luftwaffe und Marine ausgeliefert.
Die Do 28 D2
Skyservant wurde bei Luftwaffe und Marine überwiegend zum Transport von
Personen und Ersatzteilen für die jeweiligen Einsatzgeschwader
verwendet. Später erlangte die Maschine bei der Marine eine große
Bekanntheit bei der Verfolgung von Umweltsündern auf See. Vor allem die
deutliche Lärmemission durch die beiden Kolbetriebwerke in Verbindung
mit einer nicht mehr zeitgemäßen Performance sorgte für eine
Ausmusterung der Do 28 D2 Anfang der neunziger Jahre. Die letzte im
Einsatz befindliche Do 28 D2 wurde 1995 bei den Marinefliegern als "Öl
Do" im Dienste des Umweltschutzes über See ausgemustert.
Die
DO 28 D2 Skyservant stellte aufgrund Ihrer beeindruckenden
Steigflugperformance 1972 mehrere FAI Weltrekorde im Steigflug mit
verschiedenen Nutzlasten auf. In geringer Stückzahl wurde eine
Turboprop Version der DO 28 D2 Skyservant als DO 128 angeboten.
Fortgesetzt wurde der Erfolg der DO 28 D2 Skyservant mit der DO 228,
welche als zweimotorige Turboprop Maschine in zivilen und militärischen
Ausführungen international zum Einsatz kam.
Derzeit befindet sich nur noch ein Exemplar der Version D2 in
flugfähigem Originalzustand mit deutscher Zulassung und wird von der
Reservistenkameradschaft Flugdienst vom Flugplatz Uetersen im Westen
Hamburgs aus betrieben. Die als D-ICDY zugelassene Maschine der RK
Flugdienst versah Ihren Dienst bis in die neunziger Jahre als
Hörsaalversion zur Ausbildung in praktischer Flugnavigation. Ziel der
RK Flugdienst ist die Präsentation der Maschine zur Werbung für den
fliegerischen Dienst in der Bundeswehr. Auf Anfrage kann die Maschine
auf entsprechenden Veranstaltungen präsentiert werden.
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